10. Fachdidaktische Tagung für Geschichte und Politik 2027
Die mittlerweile 10. Fachdidaktische Tagung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. trägt den Titel „Der Zweite Weltkrieg – Geschichte und Gedenken in Niedersachsen und Europa”. Mit Unterstützung zahlreicher Institutionen (unter anderem Kultusministerium, NLQ, Institut für Didaktik der Demokratie Hannover) bietet der Volksbund im Rahmen seiner zweitägigen Veranstaltung wissenschaftliche Vorträge, didaktische Anregungen, konkrete Beispiele für die Unterrichtspraxis und die Möglichkeit zu einem intensiven Austausch. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Regionalgeschichte und ihren Anknüpfungsmöglichkeiten für den Unterricht.
Die Tagung richtet sich primär an Lehrkräfte der Fächer Geschichte und Politik sowie Gesellschaftslehre (SEK I, SEK II) und wird als hybride Veranstaltung durchgeführt: in Präsenz im Leibnizhaus in Hannover, online als Videokonferenz mit der Möglichkeit zur Gruppenarbeit.
Fragestellungen der Tagung:
- Wie kann das Wissen um den Zweiten Weltkrieg und die Erinnerungskultur im Unterricht der besseren Vermittlung von curricularen Inhalten dienen und zur Werteorientierung von Schülerinnen und Schülern beitragen?
- Welche Aspekte des Zweiten Weltkrieges können durch regionalgeschichtliche Verknüpfungen besonders gewinnbringend eingebracht werden?
- Welche Herausforderungen für die Beschäftigung mit dem Zweiten Weltkrieg im Unterricht bestehen durch den zunehmenden zeitlichen Abstand zum Geschehen?
Die Tagung wird sich der Thematik zunächst diskursiv auf Basis neuerer Forschungsergebnisse nähern. Anschließend werden die fachdidaktischen Umsetzungen in der Schule mithilfe von praxisnahen, eigens für die Tagung angefertigten Unterrichtsbeispielen diskutiert.
Programm
3. März 2027: 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr
9:30 Uhr: Begrüßung und Programmvorstellung
Wissenschaftliche Beiträge
10:00–11:30 Uhr:
Prof. Dr. Jörg Echternkamp:
Neue Blicke auf den Zweiten Weltkrieg: Schwerpunkte und Perspektiven der Foschung.
11:30–13:00 Uhr:
Mittagessen und „Ansprech-Bar“
13:00–14:30 Uhr.
Prof. Dr. Ulrich Pfeil:
Wie Frankreich nach 1945 auf Besatzungszeit und Algerienkrieg zurückblickte.
14:30–15:15 Uhr (zwei Vorträge parallel):
Dr. Carola Rudnick:
Krankenmorde in Lüneburg – Verlauf, Aufarbeitung und Bedeutsamkeit für Niedersachsen und darüber hinaus.
Dr. Rainer Bendick:
Kriegsgräber des Zweiten Weltkrieges – mehr als Soldatengräber. Schulprojekte zu Kriegsgräberstätten im Westharz.
15:15–16:00 Uhr (zwei Vorträge parallel):
Gerald Hartwig:
Gedenkstätte Schillstraße – ein Erinnerungs- und Lernort zur Geschichte Braunschweigs im Nationalsozialismus.
Dr. Rüdiger Ritter:
Geteilte Geschichte – gemeinsame Erinnerung? Haren/Maczków in der deutsch-polnischen Erinnerungskultur.
16:00–16:30 Uhr
Kaffeepause
16:30–18:00 Uhr
Prof. Dr. Michele Barricelli:
Der Zweite Weltkrieg als Thema im Unterricht – vom Füllen einer Leerstelle.
18:00 Uhr
Ende
4. März 2027: 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr
9:00–9:30
Begrüßung und Vorstellung des Tagesablaufs
Unterrichtsentwürfe
Jeweils zwei Unterrichtsentwürfe werden zeitlich parallel vorgestellt und diskutiert
9:30–10:30 Uhr
UE 1
Marie Kelb:
Muslime in der Waffen-SS – Freiwillige Kämpfer für das Dritte Reich? (Sek I)
UE 2
Andreas Schönhöft:
Hitlers doppelte Zunge – Außenpolitik im Zeichen der Freiheit? (Sek I)
10:30–11:30 Uhr:
UE 3
Dr. Wilhelm de Terra:
Was wäre, wenn: Wir verfassen ein Flugblatt für die Verschwörer des 20. Juli. (Sek I, Inklusion)
UE 4
Maren Stindt-Hoge:
Unscharfe Bilder – Verbrechen der Wehrmacht: Auseinandersetzungen mit der (eigenen) Familiengeschichte initiieren und simulieren. (Sek I)
11:30–13:30 Uhr
Imbisspause mit „Ansprech-Bar“
13:30–14:30 Uhr
UE 5
Oliver Baumgarten, Corinna Czerniewiecz:
Der Timeloberg als historischer Gedenkort. Die verschwundene Gedenktafel (Mystery). (Sek I, ab Klasse 9)
UE 6
Stefan Schneider:
Ein Schicksal gegen das Vergessen: Die Lebensgeschichte des Alexej Pavlovskij als Lebensbeispiel für das Leiden tausender Kriegsgefangener in Dortmund. (Sek I, Klasse 9/10)
14:30–15:30 Uhr
Abschlussrunde und Feedback
Anmeldung und Kosten
Die Anmeldung der Lehrkräfte erfolgt ausschließlich über das Portal NLC.
Kosten
Die Teilnahme im Leibniz-Haus in Hannover an zwei Tagen inklusive Verpflegung kostet 85,– Euro.
Die Online-Veranstaltung kostet 40,– Euro.
Sollten bis zum 14. Januar 2027 weniger als 50 Personen in Präsenz teilnehmen wollen, wird die Veranstaltung aus Kostengründen ausschließlich online organisiert werden müssen. Zuviel gezahlte Teilnahmegebühren werden entsprechend rückerstattet.
Kooperationspartner
Niedersächsisches Kultusministerium
Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ)
Leibniz Universität Hannover, Institut der Didaktik der Demokratie (IDD)
Leibniz Universität Hannover, Historisches Seminar
Leibniz School of Education (LSE) an der Leibniz Universität Hannover (LUH)
Niedersächsischer Geschichtslehrkräfteverband (NGLV),
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Niedersachsen
Tagungsorganisation und weitere Informationen
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Landesverband Niedersachsen
Roscherstraße 13 a
30161 Hannover
Telefon: 0511 321282
Mail: niedersachsen@volksbund.de