Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen
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Flagge zeigen für Frieden und Verständigung im Bezirk Weser-Ems

Auftaktsammlung und zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Oldenburg

Menschengruppe blickt in Richtung Kamera und hält Sammeldose des Volksbunds ausgestreckt vor sich

Sascha Stüber

Traditionell fand am Vortag des Volkstrauertags die Auftaktsammlung in Oldenburg statt. Auf Einladung der Ersten Stadträtin und Kreisvorsitzenden Frau Dr. Julia Figura schwärmten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Fußgängerzone der Oldenburger Innenstadt aus und sammelten engagiert für den Volksbund. Von 12 bis 13 Uhr waren neben Hanna Naber, Präsidentin des Niedersächsischen Landtags, und Stephan Albani, Mitglied des Bundestags, auch Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, in der Innenstadt unterwegs. Mit einer Gesamtsumme von über 900 Euro wurde ein neuer Rekord aufgestellt. 
 

Parallel zur Auftaktsammlung fand im Einkaufszentrum „Schlosshöfe“ eine besondere Aktion statt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verpflegungsamtes der Bundeswehr informierten über ihre Arbeit und die des Volksbundes und sammelten dabei Spenden. Geschützt vor dem wechselhaften Herbstwetter führten sie spannende Gespräche und Besucher des Stands konnten lernen, was eigentlich in einem EPa (Einpersonenpackung/Einmannpackung) steckt. So kam über den Tag verteilt die stolze Summe von rund 470 Euro zusammen. Vielen Dank an alle Mitarbeiter des Verpflegungsamts für das Engagement!

Musikalisch wurde die Auftaktsammlung von Musikern der Musikschule Oldenburg begleitet, die aufgrund des Wetters kurzfristig in den Schlosshöfen auftreten mussten. Dort beeindruckten sie die Besucherinnen und Besucher am Stand des Verpflegungsamtes mit ihren Darbietungen.

Der Volkstrauertag

Die Gedenkveranstaltung des Bezirksverbandes zum Volkstrauertag fand traditionell im großen Saal des Alten Landtages statt. Der erste Bezirksvorsitzende Nikolaus Jansen führte durch eine ergreifende Gedenkstunde. 
 

Viel Applaus und Dank bekamen die Musiker des Oldenburgischen Staatstheaters, die mit mehreren Stücken zur würdevollen Ausgestaltung der Gedenkstunde beitrugen. Paul Plummer am Flügel, sowie die Bariton Aksel Daveyan und Tenor Johannes Leander Maas unterstrichen mit einer beeindruckenden Darbietung den nachdenklichen Charakter der Veranstaltung. 

Im Mittelpunkt der Gedenkfeier stand der Beitrag junger Menschen. Im Rahmen der Veranstaltung beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule in Oldenburg unter dem Titel „unsere Stimmen für die Erinnerung“ an der Veranstaltung.

Sie setzten sich mit unterschiedlichen Opfergruppen und individuellen Einzelschicksalen auseinander. Für die Vorbereitung ihres Beitrags wurde die Kriegsgräberstätte auf dem Neuen Friedhof in Oldenburg besucht, wo unterschiedlichste Opfergruppen ihre letzte Ruhestätte fanden.

„Wenn wir heute trauern, sollten wir alle Menschen sehen, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. Denn nur wenn jede Geschichte gehört wird, wenn jedes Leben zählt, kann wahres Gedenken entstehen. Und nur dann kann aus Erinnerung wirklich Frieden werden.“

Aus dem Schülerbeitrag

Im Anschluss fand die Kranzniederlegung am 91er-Denkmal vor der ehemaligen Bezirksregierung statt. Die Bundeswehr stellte eine Ehrenformation. 

Die Repräsentanten der Stadt Oldenburg (Bürgermeisterin), Bundeswehr (Brigadegeneral Joachim Hoppe) sowie des Volksbundes (Nikolaus Jansen) gedachten der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.
Auch die Schülerinnen und Schüler, sowie die Besucherinnen und Besucher der Gedenkveranstaltung, gedachten der Opfer, indem sie alle eine Blume niederlegten. 

Urkundenverleihung an die Schülerinnen und Schüler für ihr besonderes Engagement

Abschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler für ihr ehrenamtliches Engagement Urkunden und ein kleines Dankeschön vom Volksbund verliehen. 

Wir danken den Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrkräften der Liebfrauenschule für diesen besonderen Beitrag! Wir wünschen den Jugendlichen viel Erfolg bei ihren Abiturprüfungen und alles Gute für die Zukunft.