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Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen
Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen

Gedenkveranstaltung im Lager Sandbostel

Jugendliche aus Rumänien, Ungarn, Deutschland und Litauen beenden Workcamp

Menschen unterschiedlichen Alters sitzen auf Stühlen und hören zwei Rednerinnen zu

Die Gedenveranstaltung in der Lagerküche Jan Effinger

Zum Abschluss des internationalen Work-for-Peace-Camps in Hamburg und Sandbostel fand am gestrigen Dienstag eine Gedenkfeier in der Gedenkstätte Lager Sandbostel statt. An dem Projekt nahmen 20 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus Rumänien, Ungarn, Deutschland und Litauen teil. In Sandbostel setzten sie sich in den letzten Tagen mit dem Thema „Erinnerung und Gedenken: Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge im Lager Sandbostel” auseinander. In der Gedenkstätte des ehemaligen STALAG XB/KZ-Auffanglagers Sandbostel und auf der Kriegsgräberstätte Sandbostel fanden dazu Workshops, Führungen und thematische Arbeiten statt. Ziel war es, geschichtliche Ereignisse zu bewerten, Gegenwartsbezüge herzustellen und „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden” zu praktizieren. 

Während der Gedenkveranstaltung hielt Elke Twesten, Vorstandsmitglied des Volksbund Landesvorstandes Niedersachsen, eine Rede, die es hier zum Download gibt. Die Jugendlichen präsentierten ihre Arbeiten. Am Gedenkstein an der Lagerkirche wurde das Totengedenken in den Sprachen der Teilnehmenden gelesen und ein gemeinsames Lied gesungen. Anschließend gab es noch einen Empfang mit einem kleinen Imbiss am Hüßelhus. 

Statements von Teilnehmerinnen

Deutsch jeweils nachstehend

“Hello! My name is Lara from Hungary. I’ve been very happy that i was able participate on the camp, I made a lots of new friends even though I usually don’t step out of my comfort zone. I learned a lot about peace, acception of other people, and even about myself. I will miss these two weeks if I am being honest. I also learned that history isn’t always the same as we imagine it, and that we have to remind ourselves of what happened in the past to be able to build a better future. I (sometimes with tears) saw how bad war and enpowerment can be for every nation and how did people live in POW camps. Thank you for this opportunity, I will forever be grateful for these memories!!”

„Hallo! Mein Name ist Lara und ich komme aus Ungarn. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich an diesem Camp teilnehmen durfte. Ich habe viele neue Freunde gefunden, obwohl ich normalerweise meine Komfortzone nicht verlasse. Ich habe viel über Frieden, Akzeptanz anderer Menschen und sogar über mich selbst gelernt. Um ehrlich zu sein, werde ich diese zwei Wochen vermissen. Außerdem habe ich gelernt, dass Geschichte nicht immer so ist, wie wir sie uns vorstellen, und dass wir uns daran erinnern müssen, was in der Vergangenheit geschehen ist, um eine bessere Zukunft aufbauen zu können. Ich habe (manchmal unter Tränen) gesehen, wie schlimm Krieg und Unterdrückung für jede Nation sein können und wie die Menschen in Kriegsgefangenenlagern gelebt haben. Vielen Dank für diese Gelegenheit – ich werde für diese Erinnerungen für immer dankbar sein!!“

 

“Different languages and cultures are not barriers, but bridges that bring people together!

My name is Bianca, and I was part of the Romanian team in the ‘Work for Peace’-camp. For me, these two weeks were much more than an international project focused on peace,they were a lesson about humanity, friendship, and the things that unite us.

During these two weeks, I truly learned what it means to be close to others. Despite coming from different backgrounds, we found a way to live together, to support one another, and to become a real community. We shared moments, laughter, meals, and experiences that brought us closer every day.

I learned that peace is not just an idea, but a desire that exists in the hearts of all people. It is something we must protect and build together through understanding, respect, and cooperation.

I leave this camp with unforgettable memories, meaningful friendships, and a deeper awareness of the importance of peace. I leave with the desire to carry this message further and with the hope that the friendships we created here will remain strong, despite the distance between us. We leave with promises to stay connected and with the hope that one day we will meet again.”

„Verschiedene Sprachen und Kulturen sind keine Barrieren, sondern Brücken, die Menschen zusammenbringen!

Mein Name ist Bianca, und ich war Teil des rumänischen Teams im ‚Work for Peace’-Camp. Für mich waren diese zwei Wochen viel mehr als nur ein internationales Projekt zum Thema Frieden – sie waren eine Lektion in Menschlichkeit, Freundschaft und all den Dingen, die uns verbinden.

In diesen zwei Wochen habe ich wirklich gelernt, was es bedeutet, anderen nahe zu sein. Obwohl wir aus unterschiedlichen Verhältnissen kamen, haben wir einen Weg gefunden, zusammenzuleben, uns gegenseitig zu unterstützen und eine echte Gemeinschaft zu bilden. Wir haben Momente, Lachen, Mahlzeiten und Erlebnisse geteilt, die uns jeden Tag näher zusammengebracht haben.

Ich habe gelernt, dass Frieden nicht nur eine Idee ist, sondern ein Wunsch, der in den Herzen aller Menschen existiert. Er ist etwas, das wir gemeinsam durch Verständnis, Respekt und Zusammenarbeit schützen und aufbauen müssen.

Ich verlasse dieses Camp mit unvergesslichen Erinnerungen, bedeutungsvollen Freundschaften und einem tieferen Bewusstsein für die Bedeutung des Friedens. Ich gehe mit dem Wunsch, diese Botschaft weiterzutragen, und mit der Hoffnung, dass die Freundschaften, die wir hier geschlossen haben, trotz der Entfernung zwischen uns bestehen bleiben. Wir gehen mit dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben, und mit der Hoffnung, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden.“

Eindrücke vom internationalen Workcamp in Hamburg und Sandbostel