Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen
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Günter Hibbing erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

Düshorner für außergewöhnliches Engagement für den Volksbund geehrt

Links eine Frau, daneben vier Männer. Teilweise tragen sie Uniform. In den Händen halten sie Mappen.

Günter Hibbing (zweiter von links) und seinen Mitstreitern von der RK Fallingbostel-Walsrode bei unserer Scheckübergabe mit der Bundeswehr und den Reservisten am 13. Februar 2025

Seit 26 Jahren ist Günter Hibbing mit der Spendenbüchse unterwegs. Als treibende Kraft hat er mit seiner Reservistenkameradschaft bisher rund 350.000 Euro für den Volksbund gesammelt. Für sein außergewöhnliches Engagement gegen das Vergessen von Krieg und Leid sowie für Frieden und Versöhnung wurde ihm nun das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Helma Spöring, Bürgermeisterin von Walsrode, verlas stellvertretend für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Vorschlagsbegründung: Seit dem Jahr 2000 habe Günter Hibbing die Arbeit des Volksbundes insbesondere durch seine Sammlungen mit außergewöhnlichem Engagement erfolgreich unterstützt. Als entscheidender Motor der Sammelaktivitäten seiner Reservistenkameradschaft Fallingbostel-Walsrode ist er seitdem für circa 90 Prozent des Sammelergebnisses verantwortlich.

Er ließ sich auch von Corona nicht stoppen, kümmerte sich um die Kriegsgräberstätten in der Region Bad Fallingbostel/Walsrode und unterstützte Projekte der Jugend- und Bildungsarbeit des Volksbundes. Zudem habe er an vier Kriegsgräber-Pflegeeinsätzen in der Tschechischen Republik, in Belgien und in Frankreich teilgenommen, teilweise als verantwortlicher Kommandoführer.

Hibbings Sohn Andreas berichtete den Gästen von einem Schlüsselerlebnis, das die ehrenamtliche Arbeit seines Vaters auslöste: Dieser nahm vor 26 Jahren an einer Veranstaltung des Volksbundes auf einem Friedhof teil und sah dort eine ältere Dame weinend auf einer Bank sitzen. Er sprach sie an und fragte, ob alles in Ordnung sei. Sie antwortete, sie habe gerade die Mitteilung bekommen, dass der Volksbund ihren in Estland gefallenen Sohn gefunden habe. Nun könne sie sein Grab besuchen und danach in Frieden sterben. Durch dieses Erlebnis wurde das Sammeln für den Volksbund zu Hibbings Lebensaufgabe. 

Der unermüdliche Einsatz geht weiter

Bereits seit Ende August ist Hibbing auch in diesem Jahr wieder mit der Sammeldose unterwegs. Noch bis Ende Dezember ist er mit seiner Spendenbüchse in Walsrode, Düshorn, Beetenbrück und Bockhorn unterwegs. Fast jeden Tag geht er dort drei bis fünf Stunden von Haustür zu Haustür, in Geschäfte oder zu Veranstaltungen, um eine Spende zu erbitten. Dabei trägt er die Uniform eines Oberstleutnants der Reserve.

„Solange ich laufen kann, werde ich weitermachen.“

Günter Hibbing