Haus- und Straßensammlung in Niedersachsen
In Niedersachsen startet die jährliche Haus- und Straßensammlung des Volksbundes. Von September bis zum Jahresende werden Sie ihnen wieder begegnen: den freiwilligen Sammlerinnen und Sammlern des Volksbundes. Es sind Junge und Alte, Frauen und Männer, Schülerinnen und Schüler, Soldatinnen und Soldaten oder Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr. Sie bitten um Ihre Spende, da der Volksbund seine Friedens- und Versöhnungsarbeit zu mehr als 50 Prozent aus Spenden bestreitet, obwohl er im staatlichen Auftrag arbeitet.
Der Erlös der Sammlung kommt unter anderem der Pflege von Kriegsgräbern, der Suche nach bislang Vermissten sowie Projekten der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit des Volksbundes zugute.
80 Jahre nach der Gründung des Bundeslandes Niedersachsen beziehen sich Ministerpräsident Olaf Lies und Grant Hendrik Tonne, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender des Volksbundes, in ihrem gemeinsamen Aufruf zur Sammlung auf die Erfolgsgeschichte des Bundeslandes. Aber auch auf die Erfolgsgeschichte des Wandels in der Gedenk- und Erinnerungskultur in Niedersachsen: „Standen zunächst noch die persönliche Trauer und das Gedenken an die „eigenen“ Toten im Vordergrund, weitete sich der Blick mit der einsetzenden Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Eine besondere Rolle spielten dabei Schulen. Engagierte Lehrkräfte und wissbegierige Jugendliche beschäftigten sich mit der Geschichte ihres Ortes und ermöglichten es oft, dass erstmals über Zwangsarbeit, den Einsatz von KZ-Häftlingen oder über Verbrechen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gesprochen wurde. Dies trug maßgeblich zur Weiterentwicklung unserer Erinnerungskultur bei. Auch heute sind Schulen wichtige Träger von Erinnerungsarbeit. Häufig arbeiten sie dabei mit den Bildungsreferentinnen und -referenten des Volksbunds zusammen.“ (Den ganzen Aufruf finden Sie hier zum Download.)
Der Volksbund betrachtet die über 1.300 Kriegsgräberstätten in Niedersachsen als „Lernorte“. Denn sie machen die Folgen kriegerischer Gewalt deutlich. Wir sind der Meinung, dass Kriegsgräberstätten insbesondere jüngere Generationen dazu anregen, sich mit historischen und aktuellen Formen der Gewalt zu beschäftigen. Deshalb bietet der Landesverband im Sinne des Volksbundmottos „Gemeinsam für den Frieden“ Lehrkräften und Schülern eine Vielzahl von Projekten und Medien im Zusammenhang mit den Kriegsgräberstätten an.
Viele dieser Bildungsprojekte werden durch Spenden ermöglicht, die der Volksbund im Rahmen der Haus- und Straßensammlung erhält.
Wir bitten daher Sie, die Bürgerinnen und Bürger, die Friedens- und Versöhnungsarbeit des Volksbundes mit Ihrer Spende zu unterstützen.
Herzlichen Dank!
Unseren Sammlerinnen und Sammlern, darunter Schülerinnen und Schüler, Soldatinnen und Soldaten sowie Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr, danken wir herzlich für ihr Engagement!
Sie möchten selbst aktiv sammeln?
Auf den Seiten unserer Bezirksverbände haben wir Informationen, wie das geht, sowie Unterlagen zum Download für Sie bereitgestellt. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten von Ihren Ansprechpartnerinnen und -partnern vor Ort.