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Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen
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Internationales Workcamp in Hamburg und der Gedenkstätte Sandbostel

Einladung zur Gedenkveranstaltung am 21. Juli

Fünf Jugendliche an einem Strand blicken in die Kamera

Delia Rusu

Die internationale Jugendbegegnung „Work for Peace“ findet vom 11. bis 22. Juli 2026 in Hamburg und Sandbostel statt. Der erste Teil vom 11. bis 16. Juli hat in Hamburg stattgefunden. Der zweite Teil findet vom 16. bis 22. Juli in der Gedenkstätte Lager Sandbostel statt. 

An dem Projekt nehmen 20 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus Rumänien, Ungarn, Deutschland und Litauen teil. Beteiligt sind folgende Partnerorganisationen: eine ungarische Schule, die von der Deutsch-Ungarischen Jugendorganisation eingeladen wurde, die litauische Nichtregierungsorganisation Innoved Lietuva und die rumänische NGO Aryas. Darüber hinaus sind die Gedenkstätte Lager Sandbostel und die kirchliche Friedens- und Gedenkstättenarbeit des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven an dem Projekt beteiligt. Es handelt sich um ein Erasmus-Projekt, das auch durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert wird.

Im Rahmen der Vorbereitungen für die Arbeit in Sandbostel hat sich die Gruppe bereits in Hamburg mit den Unterschieden und Ähnlichkeiten in der Gedenk- und Erinnerungskultur auseinandergesetzt. In der Gedenkstätte Lager Sandbostel werden sie sich auf biografische Recherchen konzentrieren. Zunächst erfahren sie etwas über die grausame Geschichte des Ortes und deren Aufarbeitung nach dem Krieg. Anschließend setzen sie sich mit den unterschiedlichen Biografien auseinander. Dabei handelt es sich um Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge, die in den letzten Kriegswochen über die sogenannten Todesmärsche in die Region und schließlich nach Sandbostel kamen. Zu dieser Zeit diente Sandbostel auch als Aufnahmestelle für Konzentrationslager. Die Jugendlichen werden Namensziegel herstellen und diese auf dem Friedhof platzieren. Die Gruppe wird auch mit echten historischen Gegenständen arbeiten.

Während der Workshops in Sandbostel setzen sie sich zudem mit den Themen Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus auseinander, und das nicht nur aus historischer Perspektive. Geplant ist, die Ergebnisse der Biografiearbeit zusammenzufassen und zu digitalisieren, damit sie von anderen Jugendlichen, die den Ort besuchen, weitergenutzt werden können. 

Der Volksbund arbeitet alle zwei Jahre mit der Gedenkstätte Sandbostel an Workcamp-Projekten zusammen. Beim letzten Mal im Jahr 2024 drehte sich alles um das Thema „Dark Heritage“. In der Vergangenheit haben wir die Pflegearbeiten auf dem Friedhof übernommen. Dies ist derzeit jedoch aufgrund von Umbauarbeiten nicht möglich. 

Einladung zur Gedenkveranstaltung

Das Workcamp endet mit einer Gedenkveranstaltung am 21. Juli um 17 Uhr in der Gedenkstätte Lager Sandbostel. Hierzu laden wir recht herzlich ein. 

Anschrift: Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel. Informationen zur Anfahrt gibt es auf der Homepage der Gedenkstätte.