Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen

Internationales Workcamp vom 26. Juli bis 4. August 2021

Zehn Tage lang waren 16 junge Menschen aus sechs verschiedenen Ländern zu Gast in Hannover. Die Teamer*innen des Internationalen Workcamps unter Leitung von Martin Brünig boten Ihnen ein buntes Programm mit vielfältigen Aktivitäten.

Die Jugendlichen aus Deutschland, Ungarn, Polen, Rumänien, Luxemburg und Italien beschäftigten sich intensiv mit den Hintergründen der knapp 4.000 Kriegstoten auf dem Seelhorster Friedhof und pflegten die Gräber auf den verschiedenen Grabanlagen. Seinen vorläufigen Abschluss fand das Workcamp am 03. August mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof. Gemeinsam mit Thomas Hermann, Bürgermeister der Stadt Hannover, Oberst d.R. Manfred Schreiber, für den Landesvorstand des Volksbunds, und Cordula Wächtler, Leiterin der Städtischen Friedhöfe Hannover und weiteren Gästen gedachten die Jugendlichen den Opfern des Zweiten Weltkriegs. Im Anschluss haben sich die Gäste Zeit genommen, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, was von den Teilnehmer*innen sehr positiv aufgenommen wurde. Neben dem offiziellen Empfang im Rathaus am 30. Juli war das eine weitere Gelegenheit, um den jungen Menschen Wertschätzung für die geleistete Arbeit zum Ausdruck zu bringen.

In selbst organisierten Workshops haben sich die Teilnehmer*innen mit der Geschichte des Friedhofs auseinandergesetzt und die Einzelschicksale von Zwangsarbeiter*innen aufgearbeitet. Besonders betroffen waren die Jugendlichen dabei von dem menschenverachtenden Umgang mit schwangeren Zwangsarbeiterinnen und ihren Kindern. Bei ihrem Besuch im ZeitZentrum Zivilcourage konnten die Jugendlichen auf interaktive Weise etwas über die lokale Geschichte in der NS-Zeit und die damit verknüpften Biographien von Täter*innen und Opfern erfahren.

Bei zahlreichen Aktivitäten und Ausflügen in Hannover hatten die Jugendlichen die Gelegenheit sich untereinander kennen zu lernen und auszutauschen. Ein Highlight war dabei der gemeinsame Besuch im Seilgarten in der Eilenriede. Im Naturfreundehaus veranstalteten sie einen Internationalen Abend, informierten sich auf kreative Weise gegenseitig über ihre Herkunftsländer und grillten zusammen.

Am 04. August hieß es dann, Abschied zu nehmen. Sicherlich werden einige Teilnehmer*innen den Austausch miteinander weiterführen. Denn auch in diesem Internationalen Workcamp sind Freundschaften entstanden, die über die Zeit in Hannover hinaus reichen ins gemeinsame Europa.

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