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Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen
Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen

Jugendliche aus dem Cuxland setzen Zeichen für Frieden und Erinnerung

Gemeinsam mit Reservisten reisten sie zum Wiener Zentralfriedhof

Steinerne Krabkreuze auf einer Rasenfläche

Sabine Konrad-Schotte

Seit gestern sind die Jugendlichen mit Katja Bruns-Cordes, der Kreisgeschäftsführerin des Volksbundes, in Wien, um an einem Projekt zur Friedens- und Erinnerungsarbeit auf dem dortigen Zentralfriedhof teilzunehmen. Das Projekt endet am 2. August. 

Gemeinsam mit einer Gruppe von Reservisten der Reservistenkameradschaft Wingst und Umgebung, die bereits mehrfach Arbeitseinsätze für den Volksbund in Österreich absolvierten, werden sie sich auch ganz praktisch an der Kriegsgräberpflege beteiligen. Das Pilotprojekt verbindet auf besondere Weise praktische Kriegsgräberfürsorge mit historisch-politischer Jugendbildung. 

Die praktische Arbeit verbindet sich mit Einblicken in die Geschichte und soll die Jugendlichen dazu anregen, sich mit den Themen Demokratie und Verantwortung auseinanderzusetzen. Ein besonderer Höhepunkt ist die Einladung des österreichischen Innenministeriums, das damit die Bedeutung des Projekts und des internationalen Austausches würdigt.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Landkreises Cuxhaven, der Samtgemeinde Land Hadeln, der Gemeinde Wingst, des Volksbundes, der Reservistenkameradschaft Wingst und Umgebung sowie des Kreisjugendrings Cuxhaven. 

Landrat Thorsten Krüger, der Vorsitzende des Volksbund-Kreisverbandes, begrüßt das Engagement: „Ich freue mich, dass Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden unseres Landkreises dieses besondere Pilotprojekt gemeinsam erleben. Sie setzen sich mit unserer Geschichte auseinander und sammeln Erfahrungen, die hoffentlich weit über diese Woche in Wien hinausreichen. Mein herzlicher Dank gilt allen Partnern, die dieses Pilotprojekt möglich machen. Dieses Miteinander zeigt, wie viel wir erreichen können, wenn sich junge Menschen, Ehrenamt und öffentliche Einrichtungen gemeinsam über Gemeinde- und Ländergrenzen aktiv für Friedensarbeit einsetzen.“

Der Aufenthalt in Wien wird von österreichischen Medien begleitet. Darüber hinaus dokumentiert der Volksbund die Reise für seine bundesweite Öffentlichkeitsarbeit. Hintergrund ist unter anderem die Rolle Österreichs als Partnerland der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag.