Auch 2025 waren sie wieder mit den Sammelbüchsen unterwegs: Soldaten und Reservisten aus Lüneburg. Sie konnten ein historisches Ergebnis für den Volksbund erzielen. Genau 128.742,25 Euro sammelten sie – „so viel, wie noch nie“, freut sich Harald Ottmar, Vorsitzender des Volksbund Bezirksverbandes Lüneburg/Stade. Im Rahmen einer Feierstunde im Casino der Theodor-Körner-Kaserne in Lüneburg würdigte er den Einsatz der uniformierten Frauen und Männer.
Oberstleutnant Jochen Andreas-Helmuth Moos, Kommandeur der Lüneburger Aufklärer, sprach das Grußwort und griff den Gedanken von „Frieden und Versöhnung” auf. Er betonte, dass der Volksbund für „Mitmenschlichkeit und gelebte Solidarität“ stehe, und erinnerte an dessen Gründung im Jahr 1919, die angesichts von Millionen gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs erfolgte.
„Dass wir seit fast 80 Jahren in Europa in Frieden leben konnten, ist eine historische Anomalie“, so der Oberstleutnant weiter. Eine solche lange Friedensepoche habe es in der Vergangenheit nie gegeben. „Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass es so bleibt.“ Und doch tobt seit vier Jahren wieder ein Krieg mitten in Europa. So lange wehrt sich die Ukraine bereits gegen den russischen Aggressor. Ein Konflikt, „... der inzwischen fast so lange andauert wie der Zweite Weltkrieg“, mahnte Moos.
Er versicherte den uniformierten Sammlerinnen und Sammlern, die monatelang mit den Spendenbüchsen unterwegs waren, seinen tief empfundenen Respekt. Aus eigener Erfahrung heraus sagte er: „Auf die Menschen zuzugehen und sich dabei auch der einen oder anderen kritischen Diskussion zu stellen, ist nicht immer einfach.“ Aber er machte unmissverständlich klar: „Unser Land und unsere Demokratie verdienen es, verteidigt zu werden. Es ist das beste System, das wir jemals hatten.“
Mit einem Gesamtergebnis von 128.742,25 Euro für das Jahr 2025 wurde ein neuer Rekord erzielt: Die Sammlerinnen und Sammler erzielten ein Plus von 18.463 Euro im Vergleich zu 2024.
Die aktive Truppe steigerte sich um 15.318 Euro im Vergleich zum Vorjahr und knackte so erstmals die 100.000-Euro-Marke.
Die Reservisten steigerten ihr Vorjahresergebnis um 3.145 Euro auf 27.236 Euro. Einen wesentlichen Anteil davon sammelte Oberstleutnant d. R. Günter Hibbing von der Reservistenkameradschaft Fallingbostel-Walsrode: Er allein kam auf die Summe von 12.566 Euro für den Volksbund. Mit der Spendenbüchse ist Hibbing bereits seit 26 Jahren unterwegs. Für dieses außergewöhnliche Engagement wurde ihm im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Wir hatten darüber berichtet.
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