Projekte aus dem Landesverband

Gräberstätten von Krieg und Gewaltherrschaft in Niedersachsen

Namensziegel mit Namen der toten sowjetischen Kriegsgefangenen in Bergen-Lohheide (Hörsten); Foto: Volksbund

Aufgaben und Zielsetzungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Niedersachsen

Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Kriegstote haben nach internationalem Recht (Genfer Abkommen 1927 und 1948) ein sog. dauerndes Ruherecht. Ihre Gräber sind also auf Dauer über die Generationen hinweg zu erhalten.

Unter Kriegstoten werden aber nicht nur Soldaten erfasst, sondern auch alle im Rahmen von Kriegshandlungen und deren Folgen zu Tode gekommenen Menschen. Dazu zählen Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Flüchtlinge und Vertriebene, Bombenopfer, KZ- und Gefängnisopfer, politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, wegen bewusster Vernachlässigung gestorbene Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen usw.
In Niedersachsen liegen auf 1417 Kriegsgräberstätten mehr als 258 000 Tote aus vielen Nationen.

Der Landesverband Niedersachsen des Volksbundes hat einen Schwerpunkt in der Schularbeit

Wir sind der Auffassung, dass es nicht ausreicht, die Gräber lediglich als Friedhöfe zu betreiben, sondern sie als historisch-politische Lernstätten zu nutzen und zu begreifen.

Der Volksbund Niedersachsen bietet mit seinen vier Bildungsreferenten pädagogische Hilfe für Schülerinnen und Schüler an mit dem Ziel, die Lehrpläne an verschiedenen Stellen durch Ausstellungen, Handreichungen und Projektideen zu bereichern. Auch ein Besuch einer Kriegsgräberstätte gehört dazu, denn sie sind oft das letzte sichtbare Zeichen von Krieg und Gewaltherrschaft in den Städten und Gemeinden.

Die organisatorische Voraussetzung dafür hat der Volksbund dadurch geschaffen, dass er als erster Landesverband in Deutschland alle 1.417 in Niedersachsen befindlichen Kriegsgräberstätten ins Internet gestellt und mit Hintergrund-Informationen versehen hat.

Buchtipp zum Thema:

"Vom Soldatenehrenmal zum Denkmal für alle Opfer des Nationalsozialismus" von Rudolf Gutte

Ein Lehrstück deutscher Erinnerungskultur; im Buchhandel erhältlich
Sprache: Deutsch, 216 Seiten, 44 Abbildungen, ISBN: 978-3-95565-179-4; Preis: 18,00 €

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