Meldungen aus dem Landesverband Niedersachsen
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9. Fachdidaktische Tagung für Geschichte und Politik 2024

„Wege aus den Kriegen – historische und politische Perspektiven auf Friedensprozesse, Friedensschlüsse und Kriegsfolgen im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts.“

15. und 16. Februar 2024

Die Tagung richtet sich primär an Lehrkräfte der Fächer Geschichte und Politik (SEK I, SEK II) und wird als hybride Veranstaltung durchgeführt: in Präsenz im Leibnizhaus in Hannover, online als Videokonferenz mit der Möglichkeit zur Gruppenarbeit.

Auch wenn in den Medien die Debatten um die entstandenen Kriegsdynamiken dominieren (Lieferung von unterschiedlichen Waffensystemen, der Einsatz von Atomwaffen, wirtschaftliche Sanktionen, Desinformation und Kriegspropaganda), lohnt ein Blick in die Geschichte von politischen Prozessen, die zu Friedensschlüssen oder auch deren Scheitern geführt haben. Dazu gehört auch eine Betrachtung von Kriegsfolgen, zum Beispiel Regelungen zur Wiedergutmachung von Unrecht, Aufarbeitung von Kriegsverbrechen, der Umgang mit Kriegstoten und die Entwicklung von Erinnerungskulturen.

Die Tagung wird sich der Thematik zunächst auf Basis neuerer Forschungsergebnisse nähern:

  • Prof. Dr. Herfried Münkler:
    Der Krieg in der Ukraine –
    Herausforderungen für Deutschland und Europa.
  • Dr. Thorsten Gromes:
    Woran scheitern Friedensbemühungen? –
    Erfahrungen aus innerstaatlichen Kriegen.
  • Prof. Dr. Ulrich Pfeil:
    Von der Erbfeindschaft zur Freundschaft als Staatsraison –
    Ein Längsschnitt durch 200 Jahre deutsch-französische Geschichte
  • Prof. Dr. Manuela Pietraß:
    Öffentlichkeit, Medien und Demokratiebildung –
    Beobachtungen zur gegenwärtigen Debatte um Krieg und Frieden.

In einer „fachdidaktischen Brücke“ soll die Frage der Umsetzung der Thematik gestellt werden:

Dr. Annette Petri (Impulsvortrag):
Emotionen in der politischen Bildung.
Didaktische Ansätze zu den Themen Krieg – Frieden – Kriegsfolgen.

Anschließend werden Unterrichtsbeispiele diskutiert, die für die Tagung angefertigt worden sind:

  • Oliver Baumgarten:
    Auslandseinsätze der Bundeswehr – Ein Streitgespräch als Rollenspiel
  • Lars Bodenstein:
    Der 8. Mai 1945 – Bewertungsansätze im Spiegel der historisch-politischen
    Kontroversen im Nachkriegsdeutschland: zwei vergleichende Fallbeispiele
  • Lisa Dopke:
    Haben die Reichsbürger doch recht? Das Kriegsende 1945 in Deutschland
    und seine Auswirkungen auf heutige Verschwörungstheorien untersuchen
  • Petra Höxtermann:
    Von Kooperation zu Konfrontation –
    Grenzen des Friedensprozesses nach dem Zweiten Weltkrieg.

  • Friedrich Huneke: 
    Standardthema Dolchstoßlegende? Eine unbewältigte Niederlage revisited
  • Marie Kelb:
    Ohne Schuldanerkenntnis kein (innerer) Frieden?
    Vergangenheitsbewältigung nach 1945 in Deutschland
  • Robert Kühne:
    „Putin gehört weggesperrt!“ – Unter welchen Bedingungen ist
    eine Verurteilung Wladimir Putins durch den Internationalen
    Strafgerichtshof in der Ukraine möglich?
  • Nils Ruff:
    Deutsche Waffen in die Ukraine liefern? Eine kontroverse Diskussion

Bildungspaket

Auf der Tagung wird ferner das neue Bildungspaket zum Thema vorgestellt – eine Handreichung mit konkreten Unterrichtsvorschlägen sowie eine Schulausstellung.

Anmeldung

Anmeldungen sind noch beim Volksbund Landesverband Niedersachsen möglich.

Zur Teilnahme im Leibnizhaus in Hannover (Präsenz) bis zum 4. Februar.

Zur Teilnahme Online bis zum 13. Februar.

niedersachsen@volksbund.de

Telefon: 0511 321282

Kooperationspartner

  • Niedersächsisches Kultusministerium
  • Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ)
  • Leibniz Universität Hannover, Institut der Didaktik der Demokratie (IDD)
  • Niedersächsischer Geschichtslehrerverband (NGLV),
  • Deutsche Vereinigung für Politische Bildung, Landesverband Niedersachsen (DVpB)
  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Niedersachsen